Harninkontinenz

Harninkontinenz ist ein Zustand, bei dem ein unfreiwilliger Verlust von Urin stattfindet und der nachteilig die Lebensqualität beeinflusst. Gemäß einer nationalen Studie, berichten 36% bis 46% der Frauen von Symptomen der unfreiwilligen Blasenentleerung. Global gesehen, leiden mehr als 200 Mio. Frauen unter einer Harninkontinenz.

  • Stressbedingte Harninkontinenz (tritt in 49% der Fälle auf) – ist der unfreiwillige Verlust von Urin beim Husten, Lachen, Laufen oder anderen physischen Aktivitäten, der intraabdorminal anwächst und deswegen den intravesikal Druck erhöht. Ein charakteristisches Merkmal der stressbedingten Harninkontinenz ist das Fehlen eines Verlangens nach dem Urinieren.
  • Das Verlangen (tritt in 22% der Fälle auf) – ist der unfreiwillige Verlust von Urin, der sofort nach einem starken Verlangen nach Urinieren auftritt, jedoch tritt der Verlust von Urin manchmal plötzlich auf, mit einer sehr kurzen vorangehenden Dauer des Verlangens.
  • Gemischte Harninkontinenz (tritt in über 29% der Fälle auf) ist typisch für ältere Frauen. In diesem Fall beschweren sich die Patienten über einen Harnverlust, dem ein Verlangen nach Urinieren vorangeht, das nicht kontrolliert werden kann oder die Inkontinenz tritt beim Fehlen eines Verlangens nach einer signifikanten physischen Anstrengung auf.

Derzeit gibt es drei Hauptmethoden für die Behandlung der Harninkontinenz:

  • Medikamentenfreie Methode – Blasen-Halten-Training stellt verschiedene Übungen für die Beckenmuskulatur und Physiotherapie dar.
  • Medikamentöse Methode (Behandlung mit Medikamenten: Antispasmodika und Antidepressiva)
  • Chirurgische Methode (z.B. Schlingoperation)

Obwohl viele Frauen mit einer Harninkontinenz gute Resultate mit der Anwendung der medikamentösen Methode erzielen, sehen manche Ärzte es als notwendig an, die chirurgische Methode anzuwenden. Die Wahl der chirurgischen Methode hängt von der Effektivität der vorangegangenen nicht-chirurgischen Behandlung ab. Effektive Behandlungsmethoden der Harninkontinenz wie beispielsweise freie synthetische Schlingen werden seit 1996 verwendet. Diese sogenannten Schlingenoperationen reduzieren die Dauer der Operation und die operative Wunde. Es gibt mehr als 200 chirurgische Behandlungsmethoden für die stressbedingte Harninkontinenz, plastische Korrektur des Blasenschließmuskels, Blasenhalsstraffung und viele mehr. Der Erfolg dieser Operationen beträgt zwischen 70 bis 90%.

Eine vielversprechende Richtung ist die Verwendung des Biomaterials, das bei Schlingenoperationen verwendet werden kann, da die Verwendung eines synthetischen Materials zu verschiedenen Komplikationen führen kann (Infektionen und Entzündungsprozesse, Erosion, etc.). Die Verwendung von Kollagen für die Behandlung der Harninkontinenz ist aufgrund ihrer Sicherheit, Reliabilität und Effektivität, abgeleitet von den Ergebnissen der Behandlung, beliebt geworden. Der prozentuale Erfolg der Verwendung von Kollagen bewegt sich zwischen 88 bis 100%.

Es wurden eine Reihe von erfolgreichen Studien zur Verwendung des Kollagenmaterials Salvecoll® bei Schlingoperationen durchgeführt. Auf dieser Basis stellt Salvecoll® ein vielversprechendes Material für die Verwendung von Frauen bei stressbedingter Inkontinenz dar.